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Nürnberger Nachrichten 2009


Nürnberg: Schlummern auf Gepardenmuster
Nachwuchs-Hotelier setzt in der Südstadt auf Themenzimmer

 

NÜRNBERG - Afrika rückt näher: In der Südstadt, einen Katzensprung vom Hauptbahnhof entfernt, bietet das Hotel Royal seinen Gästen jetzt nach jeweils einem Tier vom Schwarzen Kontinent gestaltete Zimmer. Nach dem «Drei Raben» entsteht damit ein weiteres sogenanntes Themenhotel in Nürnberg.

Für den nichts ahnenden oder nicht vorgewarnten Gast ist die Überraschung perfekt: Er öffnet die Tür – und findet ein Bett mit Zebrastreifen vor. Oder mit scheckigem Gepardenfell. Oder mit Giraffenzeichnung. Auf das jeweilige Tier sind auch die Handtücher und andere Details abgestimmt, bis hin zum Duschvorhang und zum Toilettendeckel. «Vor allem bei Bettwäsche ist es gar nicht so einfach, Hersteller zu finden, die so etwas liefern. Teurer ist es natürlich auch», berichtet Inhaber Dennis Meistereck. Denn von jedem Muster benötigt er ja nur wenige Garnituren für einen kleinen Vorrat zum Wechseln. «Außerdem darf sie nicht kitschig wirken und muss gut zu verarbeiten und leicht zu handhaben sein.»

Aber Herbergen mit außergewöhnlichem Design liegen im Gastgewerbe ganz allgemein im Trend. Die Häuser versuchen damit, sich aus dem Einerlei der wie Pilze aus dem Boden schießenden Betriebe mit zwar gediegener, aber eben doch austauschbarer Einrichtung abzuheben. Mit seinem «Royal» wagt Meistereck einen entsprechenden Versuch nun auch unterhalb der Drei- und Viersterne-Ebene. Denn Ausstattung und Einrichtungen sind deutlich schlichter gehalten als beispielsweise in Loew’s Hotel Merkur gleich um die Ecke.

Dabei sieht Meistereck gute Chancen, gerade Geschäftsreisende und Firmengäste mit etwas schmalerem Budget anzulocken. «Sie übernachten häufig in allen möglichen Hotels und wissen hinterher gar nicht mehr, wo sie eigentlich gewesen sind», sagt der junge Chef, «bei uns können sie aus dem Alltag ausbrechen und in individueller Umgebung den Kopf frei bekommen.» Busgruppen dagegen muss der Nachwuchs-Hotelier ausschließen, schon weil er ihnen in seinen Häuser mit 19 und 16 Zimmern gar nicht genug Betten bieten kann.

Im Juli vergangenen Jahres hatte der gebürtige Nürnberger und Absolvent einer Hotelfachschule nach diversen Stationen – etwa in Bad Reichenhall, Düsseldorf und Rügen – das «Royal» und dazu auch den «Schweizer Hof» in der Karl-Bröger-Straße übernommen. Der Vorbesitzer hatte beide Häuser zuvor schon nur noch zu bestimmten Gelegenheiten belegt, vor allem zu Messezeiten. Meistereck hat seine Geldgeber mit einem offenbar überzeugenden Businessplan gewonnen und ist nun dabei, beiden Häusern ein neues, unverwechselbares Profil zu geben.

«Nach Afrika hatten mich meine Eltern schon als Kind mitgenommen, mein Vater hat immer vor allem von Namibia geschwärmt», begründet er die Themenwahl im einen Fall. Nach zweimonatiger Renovierung stehen hier die ersten drei Themenzimmer zur Verfügung, am vierten wird gewerkelt.

Das zweite Haus dagegen erhält einen maritimen Charakter. Mit Seefahrtsutensilien wurde bisher allerdings erst der Frühstücksraum gestaltet. Weitere Räume sollen freilich folgen. «Ich habe keinen Großinvestor in der Hinterhand, der eine Umgestaltung auf einen Schlag ermöglicht», beteuert Meistereck, «ich muss alles schrittweise aus dem laufenden Betrieb erwirtschaften.» Zum Hauch von Meereswogen und Matrosenglück will der bisherige Name freilich nicht mehr passen, schon gar nicht im Südstadtambiente, Hunderte von Kilometern von der nächsten Küste entfernt. Allerdings sei eine Namensänderung, so Meistereck, mit einigen Kosten und Genehmigungen verbunden.

Verkehrsdirektor Michael Weber zeigt sich unterdessen optimistisch, dass sich mögliche konjunkturbedingte Einbrüche im neuen Jahr, nicht zuletzt von Besuchern aus dem Ausland, eventuell durch die anhaltend beliebten Kurz- und Städtetouren wettmachen lassen.
Aus dem Messe- und Tagungsgeschäft seien bisher aber keine größeren Stornierungen bekannt. Für 2008 rechnet er mit insgesamt erstmals mehr als 2,1 Millionen Übernachtungen in Nürnberg.

Wolfgang Heilig-Achneck