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Stabkirche
Stabkirchen oder Mastenkirchen sind Kirchen in Holzkonstruktion, die in Skandinavien während der Übergangszeit von der heidnischen Religion zum Christentum im 12. und 13. Jahrhundert gebaut wurden. Wichtigstes Merkmal ist der so genannte Stabbau, bei dem die Wände aus senkrecht stehenden "Stäben" gebildet werden. Dies ist ein wichtiger Unterschied zur Blockbauweise, bei der horizontal liegende Balken die Wände bilden.
Der Typus der Stabkirche entstand am Anfang des 11. Jahrhunderts, als in Skandinavien das Christentum nach einer zweihundertjährigen Übergangszeit endgültig Fuß gefasst hatte. Die Impulse der Mission kamen aus England und Deutschland, wo vor allem Ansgar (796–865), der Erzbischof von vom Hamburg-Bremen, Anstöße gab. Vorangetrieben wurde die Missionierung durch die norwegischen Könige Haakon I. (920–961),Olav I. (963–1000) und den später heiliggesprochene Olav II. (995–1030), die sich in England ausbilden und taufen ließen. Die Verbreitung des christlichen Glaubens diente auch zur Unterwerfung konkurrierender skandinavischer Kleinkönige.
Die ersten Stabkirchen waren einfache Gebäude mit eingegrabenen Masten, die durch den Kontakt mit dem Boden sehr schnell verfaulten, während die Außenbeschalung durch den häufigen Niederschlag verwitterte. In den nächsten zweihundert Jahren entwickelte man deshalb einen neuen Typus mit einem Steinsockel und einem Balkenrahmen, der als Auflage für die Masten des inneren Grundbaus diente. Durch einen zwiebelartigen Aufbau mit einer Außenwand, die von den inneren tragenden Masten versetzt angebracht wurde, und durch einen äußeren Laubengang konnte diese neue Konstruktion der Feuchtigkeit besser widerstehen. Die so errichteten Bauten haben deshalb die Jahrhunderte überlebt.
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